Studium

Was haben die folgenden Dinge gemeinsam ...

... Waschmaschine, Herzschrittmacher, selbstfahrendes Modelauto, Flaschenrücknahmeautomat, autonom fliegende Drohne, Industrieroboter, e-Bike, Smartmeter, Formula Student Rennwagen?

Aus der Sicht eines angehenden Computer Engineers bestehen alle diese Dinge im Wesentlichen aus einem gut versteckten (eingebetteten) Computer: Prozessoren, Betriebssysteme, Treiber, Programme, Leiterplatten, Bauelemente, Schnittstellen, Sensoren, Aktoren, Netzwerke usw..

Und, die genannten Dinge haben noch etwas gemeinsam: bei allen waren oder sind CE Studierende an der Entwicklung mit beteiligt. An der HTW oder meist direkt in den Unternehmen hier in und um Berlin.

Computer = Hardware + Software

Im Studium erlernen Sie sowohl die Entwicklung von Software (Programmierung in C und C++, Betriebssysteme, Netzwerke, DatenbankenSoftwaretechnik,...) als auch die Entwicklung von Hardware (Digitaltechnik, Leiterplattenentwurf, IC-Entwurf, Elektrotechnische Grundlagen, Analogelektronik,...) eines Computers und seiner Peripherie.

Dabei wird unter einem Computer nicht nur der klassische PC verstanden, sondern das Spektrum reicht von kleinen eingebetteten Systemen mit einem Mikrocontroller oder SoC (System on a Chip) über mobile Geräte wie Smartphones bis hin zu großen, vernetzten Computersystemen wie sie in Rechenzentren und Forschungseinrichtungen anzutreffen sind.

Dazu gehört auch Wissen über die zahlreichen Schnittstellen moderner Computersysteme zu unserer analogen Umwelt wie Druck-, Licht-, Temperatur- und Lagesensoren, Displays, Servomotoren und vieles mehr.

Engineering = Ingenieurswissenschaft

In den Ingenieurswissenschaften werden naturwissenschaftliche Erkenntnisse praktisch angewendet und anwendungsorientiert erforscht.

Es geht im Studium also um die praktische Entwicklung von Computersystemen aufgrund einer soliden theoretischen Basis (Mathematik, Physik, Grundlagen der Elektrotechnik, Algorithmen, Datenstrukturen, ...). Es wird also nicht nur zusammengesteckt und eingeschaltet!

Dabei werden die verschiedenen Phasen solcher Entwicklungsprozesse wie Analyse, Design, Implementierung, Aufbau eines Prototypen und Test ausgiebig beleuchtet sowie die verbindliche Festschreibung von Anforderungen in Lastenheften und Pflichtenheften.

Die praktische Arbeit, vor allem in den Laboren, erfolgt überwiegend in Kleingruppen. Das fördert und stärkt die kommunikativen Fähigkeiten aller Beteiligten und ist heute unabdingbar für spätere berufliche Erfolge.

Made in Germany

Der erfolgreiche Studienabschluss als Bachelor of Engineering (B.Eng.) ist ein Sprungbrett in die Entwicklungsabteilungen von Unternehmen, in die Selbstständigkeit oder in eine weitere akademische Karriere.

Der Bedarf an Fachkräften ist enorm, und unsere motivierten Absolventinnen und Absolventen finden sehr schnell ihre Jobs. Erste Kontakte in den beruflichen Alltag gibt es möglicherweise schon als Werkstudent, auf alle Fälle aber während des 12-wöchigen Praktikums. Auch wird der überwiegende Anteil der Abschlussarbeiten direkt in Unternehmen durchgeführt.

Muss man heute noch selbst entwickeln können oder kaufen wir nicht alles fix und fertig? Wenn man sich ein wenig umschaut, findet man hierzulande nicht nur bekannte Großunternehmen mit ihren riesigen Entwicklungsabteilungen sondern auch eine große Anzahl von "Hidden Champions", die ganz spezielle selbst entwickelte und konstruierte Produkte anbieten und damit international oder sogar weltweit sehr erfolgreich sind. Und: trotz Globalisierung, Outsourcing und langer Zulieferketten kommt es darauf an, die Verantwortung für innovative und qualitativ hochwertige Produkte nicht aus der Hand zu geben.